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Ökostrom ist günstiger als Atomstrom

Atomkraftgegner wussten es schon lange: Ökostrom ist die deutlich günstigere Alternative. Bestätigt wird diese Vermutung jetzt vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW). Demnach überschätze die EU die Kosten für grünen Strom und benachteilige damit regenerative Energiequellen gegenüber der Atomkraft. Das Fazit von DIW-Energieexpertin Claudia Kemfert: „Erneuerbare Energien sind […] die einzige Option für eine nachhaltige und CO2-arme europäische Stromwirtschaft.“

Kritik erntet im Rahmen der Studie vor allem die „Energy Roadmap“ der EU. 2011 prognostizierte man ein Wachstum der Atomenergie in Europa und gleichzeitig sinkenden Kosten für Atomstrom bis zum Jahr 2050. Diese Rechnung geht aus Sicht des DIW nicht auf. Neue AKW seien deutlich teurer als geplant – Beispiel Finnland – oder arbeiten nicht rentabel – Beispiel Großbritannien –, sodass sie über eine Umlage gefördert werden müssten. Gar nicht berücksichtigt würden die Folgekosten, angefangen beim Endlager bis hin zu den Folgen möglicher Unfälle. Greife die vom EU-Energiekommissar Günther Oettinger angeregte Versicherungspflicht, würden die Kosten für Atomstrom noch weiter in die Höhe schnellen.

Auf der anderen Seite spricht das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung in den Sparten Wind- und Solarenergie von bahnbrechenden Produktivitätsfortschritten. Die Fotovoltaik sei heute schon günstiger als von der EU für das Jahr 2050 vorhergesagt. Ein Blick in das Grünbuch der Kommission für Klima- und Energiepolitik beweise, dass die erneuerbaren Energien benachteiligt würden. Das DIW mahnt daher anspruchsvollere Ziele an, um die „historisch entstandene und politisch geförderte Vormachtstellung von Atomkraft und fossiler Energieerzeugung mittelfristig ablösen zu können“.

Verbraucher haben im Rahmen eines Strompreisvergleichs übrigens die Möglichkeit, sich gezielt für Ökostrom bzw. Ökostromanbieter zu entscheiden. Dazu reicht ein Häkchen im entsprechenden Formular. Um ganz auf Nummer sicher zu gehen, ist es ratsam, auf ein Gütesiegel zu achten – vergeben unter anderem vom TÜV, „ok power“ und „Grüner Strom Label“. Sie bestätigen, dass sich der Anbieter aktiv darum bemüht, die erneuerbaren Energien weiter auszubauen. (Bildnachweis: © Yauhen Suslo – Fotolia.com #20673417)