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Stromvergleich Bayern: günstigsten Stromanbieter finden

Inhalt dieser Seite19
  1. Das Wichtigste zum Stromvergleich Bayern
  2. Strompreise Bayern: was Strom aktuell kostet
  3. Grundversorger in Bayern: wer versorgt wen?
  4. Wer ist der günstigste Stromanbieter in Bayern?
  5. Strompreise in den Städten in Bayern
  6. Bayern im Bundesländervergleich
  7. Warum Strom in Bayern anders kostet als anderswo
  8. Netzbetreiber in Bayern
  9. Stromanbieter wechseln in Bayern: so läuft es ab
  10. Bayern im Detail: was hier anders ist
  11. Neukundenbonus und Sofortbonus richtig rechnen
  12. Stromverbrauch ermitteln und Abschlag anpassen
  13. Vertragslaufzeit, Kündigungsfrist und Preisgarantie
  14. Was tun bei einer Preiserhöhung?
  15. Ökostrom in Bayern
  16. Dynamische Stromtarife in Bayern
  17. Häufige Fragen zum Stromvergleich Bayern
  18. Fazit: Der Vergleich lohnt sich in Bayern
  19. Quellen und Stand der Daten

Das Wichtigste zum Stromvergleich Bayern

  • In der Grundversorgung in Bayern zahlst Du im Schnitt 39,19 Cent je Kilowattstunde (Stand 24. August 2026).
  • Günstige Tarife starten bei 24,83 Cent. Dazwischen liegen 14,36 Cent je Kilowattstunde.
  • Rund 502 Euro pro Jahr mögliche Ersparnis bei 3.500 kWh, wenn Du die Grundversorgung verlässt.
  • Unter den 16 Bundesländern liegt Bayern auf Platz 5 beim Preisniveau der Grundversorgung.
  • Bayern hat 211 Grundversorger — mehr als jedes andere Bundesland. Welcher zuständig ist, hängt allein vom Netzgebiet ab.

Strompreise Bayern: was Strom aktuell kostet

Bayern liegt beim Preisniveau der Grundversorgung im günstigeren Drittel. Das hat zwei Gründe: eine dichte Landschaft kommunaler Stadtwerke, die untereinander im Wettbewerb stehen, und die höchste Erzeugung aus Wasserkraft und Photovoltaik aller Bundesländer. Beides drückt die Beschaffungskosten der örtlichen Versorger.

Der Bundesdurchschnitt in der Grundversorgung liegt bei 40,37 Cent pro kWh, der günstigste Neukundentarif bundesweit bei 26,05 Cent. Bayern liegt mit 39,19 Cent darunter.

Haushalt Verbrauch Grundversorgung Günstiger Tarif Ersparnis
Single, kleine Wohnung 1.500 kWh ca. 588 € ca. 372 € ca. 215 €
Paar, zwei Zimmer 2.500 kWh ca. 980 € ca. 621 € ca. 359 €
Familie, drei Personen 3.500 kWh ca. 1.372 € ca. 869 € ca. 503 €
Haus mit Garten 4.500 kWh ca. 1.764 € ca. 1.117 € ca. 646 €

Beide Werte sind Gesamtpreise je Kilowattstunde bei 3.500 kWh Jahresverbrauch — der Grundpreis ist eingerechnet, ein Neukundenbonus nicht. Weil sich der Grundpreis auf die verbrauchte Menge verteilt, sinkt der Preis je Kilowattstunde mit steigendem Verbrauch. Die Werte sind zudem Landesdurchschnitte: An Deiner konkreten Adresse in Bayern kann der Grundversorgungspreis abweichen, weil jedes Netzgebiet eigene Netzentgelte hat.

Die Strompreise in Bayern unterscheiden sich deshalb nicht nur zwischen Stadt und Land, sondern von Landkreis zu Landkreis. Zwei Nachbarorte können in verschiedenen Netzgebieten liegen und dadurch spürbar unterschiedliche Stromkosten haben — bei identischem Verbrauch. Maßgeblich ist immer Deine Postleitzahl, nicht der Landesdurchschnitt.

Grundversorger in Bayern: wer versorgt wen?

Grundversorger wird immer das Unternehmen, das in einem Netzgebiet die meisten Haushaltskunden beliefert. Die Bundesnetzagentur stellt das alle drei Jahre neu fest. Weil Bayern in viele Netzgebiete zerfällt, gibt es nicht einen Grundversorger, sondern Dutzende.

Die größten bayerischen Grundversorger sind:

  • Bayernwerk Natur (E.ON-Gruppe)
  • N-ERGIE (Nürnberg)
  • SWM Versorgungs GmbH (München)
  • LEW Lechwerke (Augsburg)

Kein Bundesland ist so kleinteilig aufgestellt: Bayern zählt 211 Grundversorger. In München versorgt die SWM, in Nürnberg die N-ERGIE, in Augsburg die Stadtwerke Augsburg, in Regensburg die REWAG — und dazwischen liegen Hunderte Netzgebiete der Bayernwerk-Gruppe. Deshalb sind die Preisunterschiede innerhalb Bayerns größer als der Abstand Bayerns zum Bundesschnitt.

Wer nie aktiv gewechselt hat, ist automatisch beim Grundversorger — und zahlt dort in fast allen Fällen den höchsten Preis im Markt. Kündigen kannst Du dort jederzeit mit zwei Wochen Frist, ohne Laufzeit und ohne Vertragsstrafe.

Wer ist der günstigste Stromanbieter in Bayern?

Eine dauerhafte Antwort darauf gibt es nicht. Die Rangfolge ändert sich mehrmals im Monat, weil Anbieter ihre Konditionen laufend anpassen, Boni befristet sind und manche Versorger einzelne Postleitzahlen zeitweise schließen. Aktuell beginnen die günstigsten Tarife in Bayern bei 24,83 Cent pro kWh.

In den bayerischen Ballungsräumen sind über 40 Versorger lieferfähig, in ländlichen Netzgebieten deutlich weniger. Der günstigste Tarif in München muss deshalb im Bayerischen Wald nicht verfügbar sein.

Verlässlich ist deshalb nur der Vergleich für Deine eigene Postleitzahl. Ein Tarif, der im Nachbarlandkreis der günstigste ist, kann an Deiner Adresse gar nicht lieferbar sein. Neben den überregionalen Anbietern lohnt der Blick auf die lokalen Versorger: Manche Stadtwerke halten für Neukunden Tarife bereit, die deutlich unter ihrer eigenen Grundversorgung liegen.

Strompreise in den Städten in Bayern

Die Unterschiede innerhalb eines Bundeslands sind oft größer als die zwischen zwei Ländern. Für München, Nürnberg, Augsburg haben wir die Preise einzeln erhoben:

Stadt Grundversorger Grundversorgung Günstigster Tarif Ersparnis
München SWM Versorgungs GmbH 37,06 ct 26,47 ct 371 €
Nürnberg N-ERGIE Aktiengesellschaft 38,60 ct 27,19 ct 400 €
Augsburg Stadtwerke Augsburg Energie GmbH 37,18 ct 25,54 ct 408 €

Zwischen München mit 37,06 Cent und Nürnberg mit 38,60 Cent liegen nur anderthalb Cent — beide zahlen weniger als der Bundesschnitt. Augsburg hat mit 25,54 Cent den günstigsten Neuvertrag der drei.

Bayern im Bundesländervergleich

Mit 39,19 Cent in der Grundversorgung liegt Bayern rund 1,2 Cent unter dem Bundesschnitt und damit auf Platz 5 der 16 Bundesländer. Der günstigste bayerische Tarif kostet 24,83 Cent — das ist der drittniedrigste Wert bundesweit.

Rang Bundesland Grundversorgung Günstigster Tarif Ersparnis bei 3.500 kWh
1 Bremen 34,03 ct 25,25 ct 307 €
4 Sachsen-Anhalt 37,93 ct 25,65 ct 430 €
5 Bayern 39,19 ct 24,83 ct 502 €
6 Schleswig-Holstein 39,25 ct 26,38 ct 450 €
16 Thüringen 51,82 ct 25,48 ct 922 €
Bundesdurchschnitt 40,37 ct 26,05 ct 501 €

Der Abstand zwischen dem günstigsten und dem teuersten Bundesland beträgt 17,79 Cent je Kilowattstunde. Bei 3.500 Kilowattstunden im Jahr sind das über 623 Euro Unterschied — allein wegen des Wohnorts.

Warum Strom in Bayern anders kostet als anderswo

Von den rund 40,37 Cent, die ein Haushalt in der Grundversorgung zahlt, entfallen laut BDEW-Strompreisanalyse etwa 41 Prozent auf Beschaffung und Vertrieb, 25 Prozent auf Netzentgelte und 34 Prozent auf Steuern, Abgaben und Umlagen. Drei dieser Bausteine erklären die regionalen Unterschiede:

  • Netzentgelte. Jeder Verteilnetzbetreiber kalkuliert eigene Entgelte. Dünn besiedelte Flächenländer mit viel Erneuerbaren-Einspeisung hatten jahrelang die höchsten — bis die Bundesnetzagentur zum 1. Januar 2025 einen Teil dieser Kosten bundesweit umgelegt hat.
  • Konzessionsabgabe. Sie geht an die Kommune und richtet sich nach der Einwohnerzahl: von 1,32 Cent pro kWh in Orten unter 25.000 Einwohnern bis 2,39 Cent in Städten über 500.000.
  • Wettbewerbsdichte. Je mehr Anbieter eine Region beliefern, desto niedriger fällt der günstigste Tarif aus. In Ballungsräumen sind das über 40 Versorger, in ländlichen Netzgebieten deutlich weniger.

Steuern und Umlagen sind dagegen bundeseinheitlich. Wer in Bayern spart, spart also an Beschaffung und Vertrieb — dem einzigen Block, der überhaupt im Wettbewerb steht.

Netzbetreiber in Bayern — und warum der Wechsel daran nichts ändert

Der Netzbetreiber gehört nicht zu dem, was Du wählst. Er ist für Leitungen, Zähler, Anschlüsse und Störungen zuständig und bleibt derselbe, egal bei welchem Anbieter Du Deinen Vertrag hast. Die größten Verteilnetzbetreiber in Bayern sind:

  • Bayernwerk Netz GmbH
  • N-ERGIE Netz
  • Stadtwerke München Infrastruktur
  • LEW Verteilnetz

Die Bayernwerk Netz GmbH betreibt mit rund 155.000 Kilometern Leitung eines der größten Verteilnetze Deutschlands und deckt weite Teile der Fläche ab. In den Großstädten liegen die Netze bei den jeweiligen Stadtwerken.

Praktisch heißt das: Beim Wechsel wird kein Kabel angefasst und kein Zähler getauscht. Es ändert sich nur, wer die Rechnung schreibt. Ein Stromausfall betrifft alle Kunden im Netzgebiet gleichermaßen — der Anbieter spielt dabei keine Rolle.

Stromanbieter wechseln in Bayern: so läuft es ab

Der Anbieterwechsel kostet Dich fünf Minuten. Alles Weitere übernimmt der neue Anbieter, auch die Kündigung beim alten.

  1. Postleitzahl und Jahresverbrauch eingeben. Beides steht auf der letzten Stromrechnung.
  2. Ergebnisse prüfen. Nicht nur den Preis im ersten Jahr, sondern auch Laufzeit, Preisgarantie und den Preis ohne Bonus.
  3. Online abschließen. Du brauchst Zählernummer, bisherigen Anbieter mit Kundennummer und Deine Bankverbindung.

Seit dem 1. Januar 2026 muss der technische Lieferantenwechsel nach § 20a EnWG an jedem Werktag binnen 24 Stunden vollzogen sein; vorher dauerte er bis zu acht Werktage. Deine vertragliche Kündigungsfrist beim bisherigen Anbieter bleibt davon unberührt — sie ist der Grund, warum zwischen Abschluss und erster Belieferung meist zwei bis sechs Wochen liegen.

Ohne Strom sitzt dabei niemand. Scheitert ein Anbieterwechsel oder geht ein Anbieter insolvent, übernimmt automatisch die Ersatzversorgung durch den örtlichen Grundversorger nach § 38 EnWG. Sie ist teuer, aber lückenlos — und Du kommst mit zwei Wochen Frist wieder heraus.

Bayern im Detail: was hier anders ist

Photovoltaik-Land Nummer eins

Rund ein Viertel der gesamten in Deutschland installierten Photovoltaikleistung steht in Bayern. An sonnigen Sommermittagen drückt das den Börsenstrompreis regelmäßig gegen null oder darunter. Für Haushalte mit Festpreistarif ändert das nichts — für Haushalte mit dynamischem Tarif, Wärmepumpe oder Wallbox schon.

Nach dem Kernkraft-Aus

Bis zum 15. April 2023 lief in Essenbach bei Landshut mit Isar 2 eines der letzten drei deutschen Kernkraftwerke. Bayern deckte damit lange rund ein Viertel seines Strombedarfs. Seit der Abschaltung importiert das Land mehr Strom aus dem Norden und aus Österreich — auf den Endkundenpreis wirkt sich das jedoch kaum aus, weil der Börsenstrompreis bundesweit einheitlich gebildet wird.

Viele Häuser, hohe Verbräuche

Die Wohneigentumsquote liegt in Bayern über dem Bundesschnitt, Ein- und Zweifamilienhäuser prägen die Fläche. Wer 4.500 Kilowattstunden im Jahr verbraucht, spart beim Wechsel entsprechend mehr als ein Single-Haushalt: Bei 14,36 Cent Unterschied sind das über 640 Euro statt 502.

Neukundenbonus und Sofortbonus richtig rechnen

Fast jeder günstige Tarif in Bayern enthält einen Bonus zwischen 100 und 300 Euro. Zwei Formen sind üblich, und sie wirken unterschiedlich:

  • Sofortbonus: meist in den ersten drei Monaten ausgezahlt. Häufig an eine Mindestvertragsdauer gekoppelt — bei vorzeitiger Kündigung kann der Anbieter ihn zurückfordern.
  • Neukundenbonus: erst mit der Jahresrechnung nach zwölf Monaten Belieferung verrechnet. Er senkt die Kosten des ersten Jahres, nicht Deinen laufenden Arbeitspreis.

Beide verzerren den Vergleich. Ein Tarif mit 24,83 Cent pro kWh und 250 Euro Bonus sieht im ersten Jahr großartig aus; ab dem 13. Monat zahlst Du den Arbeitspreis ohne Ausgleich. Prüfe deshalb immer den ausgewiesenen Preis ohne Bonus — jeder seriöse Vergleichsrechner zeigt ihn an.

Wer den Bonus mitnehmen und trotzdem dauerhaft sparen will, wechselt nach Ablauf der Preisgarantie erneut. Denselben Bonus zahlt ein Anbieter meist nur, wenn Du in den letzten sechs bis zwölf Monaten nicht bei ihm warst.

Stromverbrauch ermitteln und Abschlag anpassen

Der Vergleich ist nur so gut wie die Zahl, die Du eingibst. Nimm den Jahresverbrauch in Kilowattstunden von der letzten Abrechnung, nicht eine Faustformel. Ein um 1.000 Kilowattstunden falsch geschätzter Verbrauch schiebt in der Ergebnisliste den falschen Tarif nach vorn, weil Grundpreis und Arbeitspreis unterschiedlich stark ins Gewicht fallen.

Als grobe Orientierung, falls keine Abrechnung vorliegt: rund 1.500 kWh im Jahr für eine Person, 2.500 für zwei, 3.500 für drei, ab 4.000 für vier Personen. Elektrische Warmwasserbereitung schlägt mit 500 bis 1.000 Kilowattstunden pro Person zusätzlich zu Buche — in Bayern relevant, weil viele ältere Einfamilienhäuser Warmwasser noch elektrisch bereiten.

Nach dem Wechsel setzt der neue Anbieter den monatlichen Abschlag anhand Deiner Verbrauchsangabe fest. Sinkt Dein Verbrauch dauerhaft, lass ihn reduzieren. Sonst überlässt Du dem Versorger ein Jahr lang zinslos Geld, das Du erst mit der Jahresrechnung zurückbekommst.

Vertragslaufzeit, Kündigungsfrist und Preisgarantie

Der Preis allein macht keinen guten Stromtarif. Genauso wichtig ist, wie lange Du gebunden bist und wie lange der Preis hält. Drei Angaben solltest Du bei jedem Angebot prüfen:

Merkmal Empfehlung Warum
Vertragslaufzeit höchstens 12 Monate Du kannst jährlich neu vergleichen und den Neukundenvorteil erneut mitnehmen.
Kündigungsfrist höchstens 1 Monat Nach der automatischen Verlängerung ist das gesetzlich ohnehin die Obergrenze.
Preisgarantie über die volle Laufzeit Eine Garantie über 6 Monate bei 12 Monaten Bindung lässt Dich im zweiten Halbjahr ungeschützt.

Achte auf den Umfang der Preisgarantie. Die übliche eingeschränkte Variante deckt nur Beschaffung und Vertrieb ab — steigen Steuern, Umlagen oder Netzentgelte, darf der Anbieter trotzdem erhöhen. Eine volle Preisgarantie über alle Bestandteile ist selten und kostet Aufschlag.

Was tun bei einer Preiserhöhung?

Jede Preiserhöhung muss Dir Dein Anbieter mindestens einen Monat vorher in Textform mitteilen. Mit dieser Mitteilung entsteht automatisch ein Sonderkündigungsrecht: Du kannst den Vertrag zum Wirksamwerden der Erhöhung beenden, unabhängig von der vereinbarten Laufzeit.

Das Zeitfenster ist knapp. Starte deshalb sofort einen neuen Stromvergleich für Deine Postleitzahl in Bayern und schließe erst den neuen Vertrag ab, bevor Du kündigst — sonst landest Du ungewollt in der teuren Grundversorgung. Verpasst Du die Frist, greift die Erhöhung, und Du kommst erst zum regulären Laufzeitende wieder heraus.

Dasselbe gilt beim Umzug: Dort hast Du ein Sonderkündigungsrecht mit in der Regel sechs Wochen Frist.

Ökostrom in Bayern

Bayern erzeugt etwa die Hälfte des deutschen Wasserkraftstroms — an Inn, Lech, Isar und Donau steht eine über hundert Jahre gewachsene Kraftwerkskette. Zusammen mit der Photovoltaik führt das dazu, dass bayerische Stadtwerke Ökostrom aus eigener regionaler Erzeugung anbieten können, nicht nur aus zugekauften Herkunftsnachweisen.

Preislich kostet Ökostrom kaum mehr als konventioneller Strom, oft sogar weniger. Reine Ökostromanbieter wie Naturstrom, LichtBlick oder die Elektrizitätswerke Schönau liefern bundesweit und damit auch in Bayern; dazu kommen die Ökostromtarife der regionalen Versorger. Der Unterschied liegt woanders: Ein großer Teil der als Ökostrom verkauften Tarife beruht auf zugekauften Herkunftsnachweisen aus bestehenden Wasserkraftwerken in Norwegen oder Österreich. Am deutschen Kraftwerkspark ändert das nichts.

Wenn Dir der tatsächliche Effekt wichtig ist, achte auf Labels mit Neuanlagenkriterium wie ok-power oder das Grüner Strom Label. Beide verlangen, dass ein Teil der Erlöse in den Ausbau erneuerbarer Energien fließt. TÜV-Zertifikate bestätigen dagegen vor allem die Herkunft, nicht den Zubau. Preislich liegen die meisten Ökostromanbieter nur ein bis zwei Cent über dem günstigsten konventionellen Tarif — gemessen an der Grundversorgung bleibt die mögliche Ersparnis fast identisch.

Dynamische Stromtarife in Bayern

Seit dem 1. Januar 2025 muss nach § 41a EnWG jeder Stromlieferant einen dynamischen Tarif anbieten. Der Arbeitspreis folgt dann stündlich dem Börsenstrompreis statt festzustehen. Voraussetzung ist ein Smart Meter, der unter anderem ab 6.000 Kilowattstunden Jahresverbrauch und bei steuerbaren Verbrauchseinrichtungen nach § 14a EnWG Pflicht ist.

In Bayern lohnt sich das schneller als anderswo: Wer eine eigene PV-Anlage, eine Wärmepumpe oder eine Wallbox hat, kann den Verbrauch in die Mittagsstunden legen, in denen die bayerische Solarerzeugung den Börsenpreis drückt.

Ohne verschiebbaren Verbrauch bringt ein dynamischer Tarif dagegen wenig. Wer Strom vor allem morgens und abends braucht, fährt mit einem Festpreistarif und Preisgarantie sicherer — der Preis steht dann für die volle Vertragslaufzeit fest.

Häufige Fragen zum Stromvergleich Bayern

Was kostet Strom in Bayern pro kWh?

In der Grundversorgung im Schnitt 39,19 Cent pro kWh, im günstigsten Neuvertrag 24,83 Cent (Stand 24. August 2026). Der Bundesdurchschnitt der Grundversorgung liegt bei 40,37 Cent.

Wer ist Grundversorger in Bayern?

Das hängt vom Netzgebiet ab. Zu den größten zählen Bayernwerk Natur, N-ERGIE, SWM Versorgungs GmbH. Welcher für Deine Adresse zuständig ist, steht auf Deiner Stromrechnung.

Wie viel kann ich in Bayern sparen?

Bei 3.500 Kilowattstunden pro Jahr rund 502 Euro, wenn Du aus der Grundversorgung in einen günstigen Tarif wechselst. Das entspricht 14,36 Cent je Kilowattstunde. Bei höherem Verbrauch steigt die mögliche Ersparnis entsprechend.

Gibt es eine Alternative zur Grundversorgung?

Ja — jeder Tarif außerhalb der Grundversorgung ist eine Alternative, auch beim selben Anbieter. Viele Grundversorger führen eigene Sondertarife, die mehrere Cent unter ihrer Grundversorgung liegen. Die günstigsten Alternativen kommen allerdings meist von überregionalen Versorgern.

Wie hoch sind die Netzentgelte in Bayern?

Sie unterscheiden sich je Verteilnetzbetreiber und machen bundesweit etwa ein Viertel des Strompreises aus. Seit dem 1. Januar 2025 wälzt die Bundesnetzagentur einen Teil der Kosten des Erneuerbaren-Ausbaus bundesweit um, was Netzgebiete mit hoher Einspeisung entlastet hat.

Kann ich als Mieter den Stromanbieter wechseln?

Ja, sofern die Wohnung einen eigenen Zähler hat. Der Vermieter muss nicht zustimmen und wird nicht informiert. Anders liegt der Fall nur bei Sammelversorgung über die Betriebskosten.

Wie lange dauert der Wechsel?

Der technische Vorgang muss seit Januar 2026 binnen 24 Stunden abgeschlossen sein. Bis zur ersten Belieferung vergehen in der Praxis zwei bis sechs Wochen, weil zuerst die Kündigungsfrist des alten Vertrags abläuft.

Fazit: Der Vergleich lohnt sich in Bayern

Zwischen der Grundversorgung und einem günstigen Tarif liegen in Bayern 14,36 Cent je Kilowattstunde. Bei durchschnittlichem Verbrauch sind das rund 502 Euro im Jahr — für fünf Minuten Aufwand.

Achte auf höchstens zwölf Monate Laufzeit, eine durchgehende Preisgarantie und keine Vorkasse. Dann bleibt der Preis auch im zweiten Jahr da, wo er sein soll — und die Stromkosten sinken dauerhaft, nicht nur im Bonusjahr.

Quellen und Stand der Daten

Landesdurchschnitte für Grundversorgung, günstigsten Tarif und Ersparnis nach tagesaktueller Markterhebung, Stand 24. August 2026, gerechnet auf 3.500 kWh Jahresverbrauch. Die Zusammensetzung des Strompreises stammt aus der BDEW-Strompreisanalyse (Januar 2026), die Angaben zu Grundversorgung, Ersatzversorgung, Netzentgelten und Lieferantenwechsel aus dem Energiewirtschaftsgesetz und den Veröffentlichungen der Bundesnetzagentur.

Die Redaktion von Stromvergleich.net wertet die Preisdaten des deutschen Strommarkts laufend aus. Strompreise ändern sich täglich — welche Tarife an Deiner Adresse in Bayern konkret lieferbar sind, zeigt der Vergleichsrechner.

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