Strompreisrechner: was die kWh an Deiner Adresse kostet
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- Das Wichtigste zum Strompreisrechner
- Woraus sich der Strompreis zusammensetzt
- Strompreise nach Bundesland
- Warum die Postleitzahl den Preis bestimmt
- Wie sich der Preis mit dem Verbrauch ändert
- Wie sich Strompreise entwickelt haben
- Welche Stromtarife der Rechner ausgibt
- Wie sich die Strompreise entwickelt haben
- So nutzt Du den Strompreisrechner richtig
- Warum Strom in Deutschland viel kostet
- Den Strompreis senken
- Was im Stromvertrag zum Preis gehört
- Fünf verbreitete Irrtümer zum Strompreis
- Häufige Fragen zum Strompreis
- Fazit
- Quellen und Stand der Daten
Das Wichtigste zum Strompreisrechner
- Der Strompreisrechner beantwortet die Frage: Was kostet die Kilowattstunde an meiner Adresse?
- Bundesweit sind das in der Grundversorgung 40,37 Cent, im günstigsten Neuvertrag 26,05 Cent.
- Zwischen den Bundesländern liegen fast 18 Cent je Kilowattstunde — von 34,03 bis 51,82 Cent.
- Der Grund sind Netzentgelte und Konzessionsabgabe, die sich regional unterscheiden.
- Nur rund 41 Prozent des Strompreises stehen überhaupt im Wettbewerb.
Woraus sich der Strompreis zusammensetzt
Bevor ein Strompreisrechner sinnvoll wird, lohnt der Blick darauf, was er eigentlich berechnet. Der Preis besteht aus drei Blöcken:
| Bestandteil | Anteil | Was dahintersteckt | Im Wettbewerb? |
|---|---|---|---|
| Beschaffung und Vertrieb | ca. 41 % | Einkauf am Großhandelsmarkt, Marge, Kundenservice | ja |
| Netzentgelte | ca. 25 % | Nutzung des Verteilnetzes, je Netzgebiet verschieden | nein |
| Steuern, Abgaben, Umlagen | ca. 34 % | Stromsteuer, Umsatzsteuer, Konzessionsabgabe, Umlagen | nein |
Nur der erste Block steht im Wettbewerb. Wenn Du den Anbieter wechselst, änderst Du also rund 41 Prozent Deines Preises — und genau dort entstehen die 14 Cent Unterschied zwischen Grundversorgung und günstigstem Tarif.
Zwei Bestandteile unterscheiden sich zusätzlich regional:
- Netzentgelte. Jeder Verteilnetzbetreiber kalkuliert eigene Entgelte. Dünn besiedelte Flächenländer mit viel Erneuerbaren-Einspeisung hatten jahrelang die höchsten — bis die Bundesnetzagentur zum 1. Januar 2025 einen Teil dieser Kosten bundesweit umgelegt hat.
- Konzessionsabgabe. Sie geht an die Kommune und richtet sich nach der Einwohnerzahl: 1,32 Cent je kWh in Orten unter 25.000 Einwohnern, 1,59 Cent bis 100.000, 1,99 Cent bis 500.000 und 2,39 Cent darüber.
Strompreise nach Bundesland
Wie groß der regionale Unterschied tatsächlich ist, zeigt unsere Erhebung über alle 16 Bundesländer:
| Rang | Bundesland | Grundversorgung | Günstigster Tarif | Ersparnis bei 3.500 kWh |
|---|---|---|---|---|
| 1 | Bremen | 34,03 ct | 25,25 ct | 307 € |
| 2 | Niedersachsen | 37,69 ct | 25,12 ct | 440 € |
| 3 | Sachsen | 37,75 ct | 26,24 ct | 403 € |
| 4 | Sachsen-Anhalt | 37,93 ct | 25,65 ct | 430 € |
| 5 | Bayern | 39,19 ct | 24,83 ct | 502 € |
| 6 | Schleswig-Holstein | 39,25 ct | 26,38 ct | 450 € |
| 7 | Hessen | 40,69 ct | 26,20 ct | 507 € |
| 8 | Baden-Württemberg | 40,87 ct | 27,30 ct | 475 € |
| 9 | Saarland | 41,25 ct | 27,86 ct | 469 € |
| 10 | Rheinland-Pfalz | 41,96 ct | 27,71 ct | 499 € |
| 11 | Nordrhein-Westfalen | 42,10 ct | 28,20 ct | 487 € |
| 12 | Berlin | 42,86 ct | 26,63 ct | 568 € |
| 13 | Brandenburg | 43,40 ct | 24,89 ct | 648 € |
| 14 | Mecklenburg-Vorpommern | 44,39 ct | 24,60 ct | 693 € |
| 15 | Hamburg | 45,09 ct | 30,73 ct | 503 € |
| 16 | Thüringen | 51,82 ct | 25,48 ct | 922 € |
| — | Bundesdurchschnitt | 40,37 ct | 26,05 ct | 501 € |
Die Cent-Werte sind Gesamtpreise je Kilowattstunde bei 3.500 Kilowattstunden Jahresverbrauch, der Grundpreis ist eingerechnet.
Zwei Werte stechen heraus. Thüringen liegt mit 51,82 Cent über elf Cent über dem Bundesschnitt — dort sind 922 Euro Ersparnis im Jahr möglich, mehr als in jedem anderen Land. Bremen ist mit 34,03 Cent am günstigsten, hat aber auch das kleinste Sparpotenzial.
Interessant ist die zweite Spalte: Die günstigsten Tarife liegen bundesweit eng beieinander, zwischen 24,60 und 30,73 Cent. Die großen Unterschiede entstehen also nicht im Wettbewerb, sondern in der Grundversorgung.
Warum die Postleitzahl den Preis bestimmt
Ein Strompreisrechner braucht die Postleitzahl aus drei Gründen:
- Lieferbarkeit. Nicht jeder Anbieter liefert überall. An einer typischen Adresse sind zwischen 40 und 100 der rund 1.300 Stromlieferanten verfügbar.
- Netzentgelte. Sie hängen am Netzgebiet, nicht am Anbieter — und machen ein Viertel des Preises aus.
- Konzessionsabgabe. Sie hängt an der Gemeindegröße und unterscheidet sich um bis zu 1,07 Cent je Kilowattstunde.
Zwei Nachbarorte können in verschiedenen Netzgebieten liegen und dadurch spürbar unterschiedliche Preise haben — bei identischem Verbrauch und identischem Anbieter. Deshalb ist jede Preisangabe ohne Postleitzahl nur ein Durchschnitt.
Wie sich der Preis mit dem Verbrauch ändert
Der zweite Faktor ist Dein Jahresverbrauch. Weil sich der feste Grundpreis auf die verbrauchte Menge verteilt, sinkt der Preis je Kilowattstunde mit steigendem Verbrauch.
Ein Beispiel aus der Berliner Grundversorgung: 37,93 Cent Arbeitspreis plus 13,40 Euro Grundpreis im Monat ergeben
| Jahresverbrauch | Preis je kWh | Jahreskosten |
|---|---|---|
| 1.500 kWh | ca. 48,64 ct | ca. 730 € |
| 2.200 kWh | ca. 45,24 ct | ca. 995 € |
| 3.500 kWh | ca. 42,52 ct | ca. 1.488 € |
| 4.500 kWh | ca. 41,50 ct | ca. 1.868 € |
Derselbe Tarif kostet je Kilowattstunde also über sieben Cent mehr, wenn Du wenig verbrauchst. Für Haushalte mit sehr niedrigem Netzbezug — etwa mit Photovoltaik und Speicher — kann deshalb ein Tarif ohne Grundgebühr günstiger sein.
Wie sich Strompreise entwickelt haben
Der Großhandelspreis für Strom entsteht nach dem Merit-Order-Prinzip: Alle Kraftwerke bieten in der Reihenfolge ihrer Grenzkosten, und das teuerste noch benötigte Kraftwerk bestimmt den Preis für alle. Wind- und Solaranlagen haben Grenzkosten nahe null und verdrängen damit teure Gaskraftwerke aus dem Markt.
Sichtbar wird das an den Extremen: An sonnigen, windigen Stunden fällt der Börsenpreis regelmäßig unter null, in windstillen Winternächten läuft er nach oben. Auf Deiner Rechnung kommt davon nur ein Teil an, weil Beschaffung und Vertrieb eben nur 41 Prozent ausmachen.
Für Haushalte mit Festpreistarif spielt das keine Rolle — der Anbieter trägt das Beschaffungsrisiko. Wer es selbst tragen will, kann seit dem 1. Januar 2025 einen dynamischen Tarif nach § 41a EnWG wählen; jeder Lieferant muss einen anbieten. Sinnvoll ist das nur mit verschiebbarem Verbrauch und intelligentem Messsystem.
Welche Stromtarife der Rechner ausgibt
Nicht jeder Tarif im Ergebnis ist derselbe Tariftyp. Fünf Arten sind verbreitet, und sie unterscheiden sich stärker als die reinen Cent-Werte vermuten lassen:
| Tarifart | Merkmal | Für wen |
|---|---|---|
| Grundversorgung | keine Laufzeit, zwei Wochen Kündigungsfrist, höchster Preis | niemanden freiwillig |
| Festpreistarif mit Preisgarantie | 12 oder 24 Monate, Preis festgeschrieben | den Regelfall |
| Bonustarif | niedriger Preis im ersten Jahr durch Einmalzahlung | wer jährlich wechselt |
| Ökostromtarif | Grünstrom-Nachweis, ab rund 28 Cent | wer Zubau finanzieren will |
| Dynamischer Tarif | Preis folgt stündlich der Börse, Smart Meter nötig | Haushalte mit verschiebbarem Verbrauch |
Der häufigste Fehler ist die Verwechslung der ersten beiden Zeilen mit der dritten. Ein Bonustarif sieht im Rechner am günstigsten aus, weil die Einmalzahlung in den Jahrespreis eingerechnet wird — ab dem 13. Monat zahlst Du den vollen Arbeitspreis. Bei einem neuen Vertrag lohnt deshalb immer der Blick auf den ausgewiesenen Preis ohne Bonus.
Wer sparen will, ohne jedes Jahr zu wechseln, wählt einen Festpreistarif mit durchgehender Preisgarantie und moderatem Bonus. Wer den Wechsel ohnehin jährlich macht, greift zum Bonustarif und nimmt die Prämie jedes Jahr neu mit — Details im Stromvergleich mit Prämie.
Wie sich die Strompreise entwickelt haben
Der Strompreis für Haushalte hat sich seit der Liberalisierung des Marktes 1998 mehr als verdoppelt. Der Anstieg kam allerdings nicht gleichmäßig, sondern in Schüben — und die Treiber wechselten.
| Zeitraum | Was den Preis getrieben hat |
|---|---|
| 2000 bis 2013 | Steigende EEG-Umlage zur Finanzierung des Ausbaus erneuerbarer Energien |
| 2014 bis 2020 | Seitwärtsbewegung auf hohem Niveau, EEG-Umlage stagniert |
| 2021 bis 2022 | Explosion der Beschaffungskosten am Großhandelsmarkt |
| 2023 | Höchststand, gedämpft durch die staatliche Strompreisbremse |
| seit 2024 | Beschaffung fällt, Netzentgelte steigen |
Vier Eingriffe haben die Zusammensetzung dauerhaft verändert:
- Wegfall der EEG-Umlage zum 1. Juli 2022. Sie lag zuletzt bei 3,72 Cent je Kilowattstunde und wurde ersatzlos gestrichen; die Förderung läuft seither über den Bundeshaushalt.
- Strompreisbremse 2023. Für 80 Prozent des Vorjahresverbrauchs galt eine Obergrenze von 40 Cent je Kilowattstunde. Sie lief zum 31. Dezember 2023 aus.
- Netzentgelte ab 2024. Nachdem ein geplanter Bundeszuschuss entfiel, stiegen die Netzentgelte sprunghaft — und machen heute rund ein Viertel des Preises aus.
- Netzentgelt-Reform zum 1. Januar 2025. Die Bundesnetzagentur wälzt seither einen Teil der Kosten des Erneuerbaren-Ausbaus bundesweit um. Das entlastet Netzgebiete mit hoher Einspeisung, vor allem im Norden und Osten.
Für Dich als Verbraucher heißt das vor allem eins: Was Du in der Grundversorgung zahlst, folgt diesen Bewegungen mit erheblicher Verzögerung — Grundversorger passen ihre Preise typischerweise ein- bis zweimal im Jahr an. Neukundentarife reagieren dagegen innerhalb von Wochen. Genau daraus entsteht der heutige Abstand von über 14 Cent.
So nutzt Du den Strompreisrechner richtig
- Postleitzahl eingeben. Sie bestimmt Lieferbarkeit, Netzentgelte und Konzessionsabgabe.
- Echten Jahresverbrauch eingeben, nicht schätzen. Er steht auf der letzten Abrechnung; wenn nicht, hilft der Stromverbrauchsrechner.
- Nach Preis ohne Bonus sortieren. Er gilt ab dem 13. Monat und ist der ehrliche Maßstab.
- Gesamtpreis prüfen, nicht nur den Arbeitspreis. Grundpreis und Arbeitspreis zusammen ergeben die Rechnung.
- Vertragsbedingungen lesen: höchstens zwölf Monate Laufzeit, Preisgarantie über die volle Laufzeit, keine Vorkasse.
Warum Strom in Deutschland viel kostet
Im europäischen Vergleich zahlen deutsche Haushalte einen der höchsten Strompreise. Der Grund liegt weniger an der Erzeugung als an der Struktur des Preises: Der Anteil von Steuern, Abgaben und Umlagen ist mit rund 34 Prozent deutlich höher als in den meisten Nachbarländern.
Konkret stecken darin unter anderem:
- Umsatzsteuer von 19 Prozent auf den gesamten Preis, einschließlich der übrigen Abgaben
- Stromsteuer von 2,05 Cent je Kilowattstunde
- Konzessionsabgabe von 1,32 bis 2,39 Cent je nach Gemeindegröße
- Umlagen für Kraft-Wärme-Kopplung, Offshore-Netze und abschaltbare Lasten
Dazu kommt der zweitgrößte Block, die Netzentgelte. Deutschland hat eines der dichtesten und zuverlässigsten Verteilnetze der Welt — die durchschnittliche Unterbrechungsdauer je Kunde liegt bei wenigen Minuten im Jahr. Diese Zuverlässigkeit kostet, und der Ausbau für die Erneuerbaren kommt hinzu.
Für Dich bleibt daraus eine einfache Konsequenz: Zwei Drittel des Preises sind gesetzt. Der Wettbewerb findet im verbleibenden Drittel statt — dort aber mit erheblicher Spanne.
Den Strompreis senken: was in Deutschland tatsächlich wirkt
Von den drei Preisblöcken kannst Du genau einen beeinflussen — Beschaffung und Vertrieb. Das klingt nach wenig, sind aber 41 Prozent und damit der größte Einzelposten.
- Grundversorgung verlassen. Der mit Abstand größte Schritt. Bundesweit rund 501 Euro im Jahr bei 3.500 Kilowattstunden. Kündbar mit zwei Wochen Frist, jederzeit.
- Jährlich neu vergleichen. Bestandskundenpreise liegen fast immer über den aktuellen Neukundenangeboten desselben Anbieters.
- Preis ohne Bonus vergleichen. Sonst wählst Du einen Tarif, der ab dem 13. Monat teuer wird.
- Richtigen Stromverbrauch angeben. Bei falschem Wert sortiert der Rechner die falschen Tarife nach vorn — der beste Tarif für 1.500 kWh ist selten der beste für 4.500 kWh.
- Passende Tarifart wählen. Wärmepumpe, E-Auto oder Nachtspeicher gehören nicht in den Haushaltsstromvergleich — dort gelten eigene, deutlich günstigere Tarife.
Nicht wirksam ist dagegen, auf sinkende Preise zu warten. Wer in der Grundversorgung bleibt, zahlt jeden Monat rund 42 Euro mehr als nötig — unabhängig davon, wohin sich der Großhandelspreis bewegt.
Was im Stromvertrag zum Preis gehört
Der Preis, den der Rechner ausgibt, steht später im Stromvertrag — allerdings aufgeteilt. Diese fünf Angaben solltest Du nach dem Abschluss in der Auftragsbestätigung wiederfinden:
| Angabe | Was sie bedeutet |
|---|---|
| Arbeitspreis in ct/kWh | fällt je verbrauchter Kilowattstunde an |
| Grundpreis in €/Monat | fester Betrag unabhängig vom Stromverbrauch |
| Erwartete Jahreskosten | beides zusammen für Deinen angegebenen Verbrauch |
| Monatlicher Abschlag | Jahreskosten geteilt durch zwölf |
| Bonushöhe und Auszahlungszeitpunkt | einmalig, meist nach zwölf Monaten |
Weicht eine dieser Zahlen von dem ab, was der Rechner angezeigt hat, solltest Du nachfragen — für diesen Fall gilt das gesetzliche Widerrufsrecht von 14 Tagen bei online geschlossenen Verträgen.
Prüfe außerdem, ob Du den Abschlag anpassen kannst. Liegt Dein tatsächlicher Verbrauch deutlich unter der Schätzung, lohnt eine Senkung: Sonst erhältst Du das zu viel gezahlte Geld erst mit der Jahresabrechnung zurück.
Fünf verbreitete Irrtümer zum Strompreis
Beim Umgang mit Strompreisen halten sich hartnäckig ein paar Annahmen, die schlicht nicht stimmen. Die fünf häufigsten:
„Der Anbieter mit dem niedrigsten Arbeitspreis ist der günstigste“
Nicht zwingend. Erst Arbeitspreis und Grundpreis zusammen ergeben die Jahresrechnung. Ein Tarif mit 24 Cent und 180 Euro Grundpreis ist bei 1.500 Kilowattstunden teurer als einer mit 28 Cent und 80 Euro Grundpreis. Deshalb rechnet ein guter Strompreisrechner immer mit Deinem konkreten Verbrauch.
„Ökostrom ist teurer“
Gegenüber der Grundversorgung nicht — zertifizierter Grünstrom ist ab rund 28 Cent zu haben und damit über zwölf Cent günstiger. Nur gegenüber dem allerbilligsten konventionellen Tarif kostet er zwei bis drei Euro im Monat mehr.
„Ein Wechsel bringt ein Risiko für die Versorgung“
Nein. Der Netzbetreiber liefert unabhängig vom Vertrag weiter, und scheitert ein Wechsel, greift automatisch die Ersatzversorgung nach § 38 EnWG. Eine Versorgungslücke ist gesetzlich ausgeschlossen.
„Beim Grundversorger bin ich am sichersten aufgehoben“
Sicher schon — nur eben zum höchsten Preis. Die Versorgungssicherheit hängt am Netz, nicht am Lieferanten. Was den Grundversorger auszeichnet, ist die Belieferungspflicht nach § 36 EnWG, nicht eine bessere Stromqualität.
„Ich kann meinen Tarif ohnehin nicht beeinflussen“
Rund 41 Prozent des Preises entfallen auf Beschaffung und Vertrieb — genau den Teil, den Du mit der Anbieterwahl bestimmst. Bei 3.500 Kilowattstunden geht es dabei um rund 501 Euro im Jahr.
Häufige Fragen zum Strompreis
Was kostet eine Kilowattstunde Strom?
In der Grundversorgung bundesweit im Schnitt 40,37 Cent, im günstigsten Neuvertrag 26,05 Cent — jeweils Gesamtpreis bei 3.500 Kilowattstunden Jahresverbrauch.
Warum ist Strom in Thüringen so teuer?
Drei Gründe: dünn besiedeltes Flächenland mit hohen Netzentgelten je Kilowattstunde, geringer lokaler Wettbewerbsdruck und Grundversorgungstarife, die nach der Preiskrise 2022 auf hohem Niveau geblieben sind.
Wovon hängt mein Strompreis ab?
Von drei Dingen: dem Anbieter (41 Prozent des Preises), dem Netzgebiet (25 Prozent) und der Gemeindegröße über die Konzessionsabgabe. Nur den ersten Punkt kannst Du beeinflussen.
Warum kostet dieselbe kWh bei wenig Verbrauch mehr?
Weil sich der feste Grundpreis auf weniger Kilowattstunden verteilt. In der Berliner Grundversorgung sind das bei 1.500 kWh über 48 Cent, bei 4.500 kWh nur noch rund 41,50 Cent.
Welche Stromanbieter sind die günstigsten in Deutschland?
Das lässt sich nicht pauschal sagen und ändert sich mehrmals im Monat. Verlässlich ist nur der Vergleich für die eigene Postleitzahl — ein Anbieter, der 30 Kilometer weiter führt, kann an Deiner Adresse gar nicht lieferbar sein.
Sinken die Strompreise wieder?
Der Ausbau erneuerbarer Erzeugung drückt den Großhandelspreis. Auf der Rechnung kommt davon nur der Anteil von Beschaffung und Vertrieb an — Netzentgelte, Steuern und Umlagen folgen eigenen Regeln.
Was ist der Unterschied zwischen Arbeitspreis und Gesamtpreis?
Der Arbeitspreis fällt je Kilowattstunde an, der Grundpreis als fester Betrag. Der Gesamtpreis je Kilowattstunde ergibt sich erst, wenn Du den Grundpreis auf Deinen Verbrauch umlegst.
Fazit
Der Strompreis an Deiner Adresse hängt an drei Dingen: dem Anbieter, dem Netzgebiet und der Gemeindegröße. Nur das erste kannst Du wählen — dafür geht es dabei um rund 41 Prozent des Preises.
Wer den Vergleich einmal für die eigene Adresse macht, erhält in fünf Minuten Klarheit. Zwischen den Bundesländern liegen fast 18 Cent je Kilowattstunde, zwischen Grundversorgung und günstigstem Tarif bundesweit 14,32 Cent. Wer die Postleitzahl und den echten Verbrauch eingibt, sieht in fünf Minuten, welche der beiden Zahlen für ihn zählt.
Verwandte Werkzeuge: der Stromrechner für den Tarifvergleich, der Stromkostenrechner für die Kosten, der Stromverbrauchsrechner für die Verbrauchsermittlung und der Strompreisrechner für den Preis an Deiner Adresse. Wie sich die Preise bundesweit unterscheiden, zeigt der Strompreisvergleich.
Quellen und Stand der Daten
Preisangaben nach eigener Erhebung über alle 16 Bundesländer, Stand 24. August 2026, Gesamtpreise je Kilowattstunde bei 3.500 kWh Jahresverbrauch. Die Zusammensetzung des Strompreises stammt aus der BDEW-Strompreisanalyse (Januar 2026), die Sätze der Konzessionsabgabe aus der Konzessionsabgabenverordnung. Die Angaben zum Berliner Grundversorgungstarif stammen aus der Preismitteilung von Vattenfall; die Pflicht zum Angebot dynamischer Tarife ergibt sich aus § 41a EnWG.
Die Redaktion von Stromvergleich.net wertet die Preisdaten des deutschen Strommarkts seit 2022 laufend aus. Was die Kilowattstunde an Deiner Adresse kostet, zeigt der Vergleichsrechner mit Postleitzahl und Jahresverbrauch.