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Immobilienkredit senken, mehr vom Leben haben

Eine Fallstudie zeigt, wie ein Paar bei der Anschlussfinanzierung die Kreditrate senkte, die Energiekosten in den Griff bekam und so wieder Luft im Budget fand.

Inhalt dieser Seite4
  1. Die Ausgangslage: zwei Posten, ein Budget
  2. Was die beiden konkret taten
  3. Warum die Kombination mehr bringt als jede…
  4. Was aus dem Fall zu lernen ist

Ellen und Robert Kranz aus Erfurt hatten ihr Reihenhaus fast abbezahlt geglaubt, als der Brief ihrer Bank ins Haus flatterte. Die zehnjährige Zinsbindung lief aus, und das beigelegte Verlängerungsangebot nannte einen Zinssatz, der deutlich über dem alten lag. Auf dem Küchentisch lag daneben die Jahresabrechnung des Stromversorgers, ebenfalls mit einem satten Nachzahlungsbetrag. Zwei Briefe, ein Gefühl: Es wird enger. Das Paar hätte beide Schreiben einfach abheften können – so wie in den zehn Jahren davor. Diesmal taten sie es nicht, und genau das machte den Unterschied.

Statt das Prolongationsangebot der Hausbank blind zu unterschreiben, holten sich Ellen und Robert einen Überblick über den Markt und verglichen die Konditionen für ihre Anschlussfinanzierung, unter anderem über lmmobilienkredit.de, bevor sie irgendetwas zusagten. Der Gedanke dahinter war simpel: Wer beim größten Posten im Haushalt ein paar Zehntelprozent herausholt, spart über die Restlaufzeit fünfstellig – und wer parallel die laufenden Energiekosten senkt, hat am Monatsende gleich doppelt mehr übrig. Genau diese Kombination wurde für die beiden zum Plan.

Die Ausgangslage: zwei Posten, ein Budget

Rechnen wir die Sache mit den Zahlen der Kranz nach. Die Restschuld auf ihr Haus lag bei 118.000 Euro. Das Verlängerungsangebot der Hausbank kam mit einem gebundenen Sollzins von 4,1 Prozent – bei der bisherigen Rate von 780 Euro im Monat wäre die Belastung damit ungemütlich hoch geblieben. Dass die alte Restschuld über einen neuen Zinsbindungszeitraum zum dann aktuellen Marktzins finanziert werden muss, ist beim Auslaufen der Zinsbindung ganz normal, wie die Verbraucherzentrale zu den gängigen Finanzierungsmodellen erklärt. Der Haken: Nicht jede Bank verlangt für dieselbe Restschuld denselben Zins.

Beim zweiten Posten sah es ähnlich aus. Die Kranz steckten seit Jahren im Grundversorgungstarif ihres örtlichen Anbieters, ohne je gewechselt zu haben. Ihr Verbrauch lag bei rund 3.400 Kilowattstunden im Jahr – ein typischer Zweipersonenhaushalt im Eigenheim. Strom kostete private Haushalte im zweiten Halbjahr 2025 im Schnitt 40,55 Cent pro Kilowattstunde, wie das Statistische Bundesamt ausweist. Im Standardtarif zahlten die beiden spürbar mehr als diesen Durchschnitt. Allein hier schlummerte also Sparpotenzial, das nichts mit Verzicht zu tun hatte, sondern schlicht mit einem Wechsel.

Person vergleicht Stromzähler und Finanzierungsangebote am Schreibtisch

Kreditrate und Energiekosten lassen sich getrennt vergleichen – zusammen ergeben sie die reale Wohnbelastung.

Was die beiden konkret taten

Robert, im Beruf Kalkulator bei einem Bauunternehmen, ging methodisch vor. Er legte beide Baustellen nebeneinander und arbeitete sie der Reihe nach ab.

  • Anschlussfinanzierung: Er holte mehrere Angebote ein und stellte den effektiven Jahreszins gegenüber, nicht nur den Sollzins. Zwei Anbieter unterboten die Hausbank deutlich; der günstigste lag bei 3,4 Prozent.
  • Energieanbieter: Parallel verglich das Paar Stromtarife und rechnete durch, was ein Wechsel raus aus der teuren Grundversorgung bringt.
  • Puffer statt Wunschrate: Die frei werdenden Beträge steckten sie nicht komplett in eine höhere Tilgung, sondern behielten einen Teil als Reserve für Reparaturen.

Der Effekt beim Kredit war deutlich. 0,7 Prozentpunkte weniger Zins auf 118.000 Euro bedeuten im ersten Jahr rund 825 Euro weniger Zinskosten. Über die neue Zinsbindung von zehn Jahren summiert sich das, selbst bei sinkender Restschuld, auf einen mittleren vierstelligen Betrag – Geld, das vorher schlicht an die Bank geflossen wäre. Dass sich das Wechseln der Bank für die Anschlussfinanzierung überhaupt lohnt und dabei keine unnötigen Extrakosten anfallen dürfen, ist inzwischen gut dokumentiert.

Beim Strom fiel die Rechnung kleiner, aber genauso real aus. Der Wechsel in einen Tarif ohne unnötige Aufschläge brachte je nach Anbieter zwischen 150 und 250 Euro Ersparnis im Jahr. Wie stark der Preisunterschied zwischen Standard- und Sondertarif ausfällt, zeigt der Blick auf die E.ON Grundversorgung und den Weg heraus genauso wie die Rechnung zum Stromvergleich ohne Grundgebühr. Für die Kranz war klar: Der Grundversorger ist bequem, aber selten die günstigste Wahl.

Warum die Kombination mehr bringt als jede Einzelmaßnahme

Das eigentlich Kluge am Vorgehen der beiden war nicht die eine große Ersparnis, sondern das Zusammenspiel. Die niedrigere Kreditrate und der günstigere Stromtarif zogen in dieselbe Richtung: Sie machten den Monat planbarer. Wer beide Fixkosten gleichzeitig drückt, verschafft sich einen Puffer, der eine einzelne Preiserhöhung locker abfedert – und muss nicht bei jeder Nachzahlung zusammenzucken.

Für Planungssicherheit sorgt in beiden Bereichen dasselbe Prinzip: feste Konditionen für einen überschaubaren Zeitraum. Beim Kredit ist es die Zinsbindung, beim Strom kann es ein Tarif mit 24 Monaten Preisgarantie sein. In beiden Fällen zahlt man einen kleinen Preis für Ruhe im Kopf – und weiß, was am Monatsende übrig bleibt.

Genau dieses Übrigbleibende war für Ellen und Robert der Punkt. Zusammengerechnet hatten sie ihre monatliche Belastung um rund 90 Euro gesenkt, ohne im Alltag irgendetwas zu vermissen. Kein Vermögen, aber genug für das, was sie sich lange vorgenommen hatten: einmal im Jahr eine längere Reise, ohne dafür an anderer Stelle zu knausern. „Wir haben nicht mehr verdient“, sagt Ellen, „wir haben nur aufgehört, an zwei Stellen Geld zu verschenken.“ Ein Satz, der in vielen Haushalten passen dürfte.

Was aus dem Fall zu lernen ist

Die Geschichte der Kranz ist kein Sonderfall, sondern ein Muster, das sich auf viele Haushalte übertragen lässt. Drei Punkte lassen sich mitnehmen:

  • Das erste Angebot der Hausbank ist selten das beste. Ein Vergleich vor der Anschlussfinanzierung kostet wenig Zeit und kann über die Laufzeit vierstellig sparen.
  • Energiekosten gehören in dieselbe Rechnung wie die Kreditrate. Beide werden jeden Monat abgebucht, beide lassen sich senken.
  • Der frei werdende Betrag ist kein Grund für höhere Ausgaben, sondern die Chance auf mehr Spielraum – ob als Reserve oder für das, was das Leben schöner macht.

Wer beim Immobilienkredit und bei der Energie zweimal genau hinschaut, kauft sich damit weniger Sorgenfalten und mehr Freiheit. Die Kranz haben es vorgemacht: Sparen heißt hier nicht Verzicht, sondern einfach aufhören, an zwei Stellen mehr zu zahlen als nötig.

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